G L O S S A R

Begriffsklärung

Instandhaltungsplanung

Sondertätigkeitsgebiet für Ingenieure

Instandhaltungsplanung stellt ein eigenes Sondertätigkeitsgebiet für Ingenieure jeglicher Fachrichtung dar. Die wesentlichen Instandhaltungskostenblöcke im Bauunterhalt differenzieren hierbei bewusst zwischen Instandsetzung und Modernisierung.

Letztere ist die anspruchsvollere Aufgabenstellung, erfordert aber in den wenigen, für den Auftraggeber langfristig lohnenden Zuschussszenarien, immer eine kostenintensivere Einbindung von Sonderingenieuren (Gutachter, Energieberater, etc.) woraus höhere Planungs-, Ausführungs- und Dokumentationsaufwände resultieren.

Andererseits sind Modernisierungsverfahren, die nach IfB oder KfW Kriterien umgesetzt werden, grundsätzlich förderfähig und damit für viele Bauherren attraktive Offerten die zumindest in Erwägung gezogen werden sollten um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Mehr lesen

Ob sich die, durch den höheren Planungs-, Prüf- und Qualitätssicherungsaufwand bedingten, erforderlichen Baunebenkosten immer wunschgemäß refinanzieren werden, sollte vorab durch eine überschlägliche Kosten-Nutzenrechnung verifiziert werden.

Inhaltlich veraltete, z.T. wenig altbaukompatible Vorgaben (Konstruktion, Material) sollen und müssen auf ihre Sinnhaftigkeit hin hinterfragt, ggf. Ausnahmen verbindlich vereinbart werden, damit eine funktionsfähige Instandsetzungskonstruktion realisiert werden kann.

Liegen zweifelhafte Ausführungsvorgaben vor, sollte vorsorglich auf eine Förderung verzichtet werden, wenn eine Einigung im Vermittlungsverfahren nicht möglich ist.

Mehr lesen

Die Instandhaltung wird von der Maschinen- und Anlagenbaubranche als eigenständige Fachdisziplin unter Einbeziehung von VDI, VDE und VDMA Regularien angesehen.

Der Hochbau kennt lediglich die „Stabübergabe“ als Grundleistung zur „Festlegung des Instandhaltungsprogramm“ nach DIN 31051 in der HOAI Leistungsphase 8, §15 (2) Objektüberwachung.

Eine Orientierung an fortschrittlicheren, bereits existierenden Branchenlösungen (VDI, VDMA, …), Methoden- und Verfahrenstransfer wäre zielführend, scheitert aber an den ohnehin schon unübersichtlichen Regularien, Normen und behördlichen Einspruchsmöglichkeiten im Hochbau.

Hintergrundwissen und Details

Für Kunden die sich nicht mit Ingenieur-Halbwahrheiten, Scheininnovationen, „falsch verstanden“ und bequemen Informationslücken abfinden wollen, geht es hier zum

AVAINS  Glossar